Mein Trip nach Tschernobyl

Auch wenn man es kaum glauben mag, aber man kann einen Trip nach Tschernobyl buchen. Ich konnte es anfangs auch nicht glauben, dass es so etwas gibt und das es Menschen gibt, die sich sowas wirklich anschauen. Aber trotzdem hat es mich interessiert, da ich eh ein Fan von verlassenen Orten und Gebäuden bin. Also habe ich Internet etwas recherchiert und mir einen Überblick über das Areal verschaffen. Dabei bin ich dann auf die Verlassene Stadt Prypjat gestoßen, die direkt im Sperrgebiet liegt. Dadurch ermuntert, habe ich mir dann einige Dokus über die Katastrophe und den Zustand heute angesehen und mir wurde klar, dass ich da auch hinwill.

 

Die Planung

Anfangs habe ich es nur meinem Papa und ein paar Freunden erzählt, was meine Pläne sind. Ich bin mir sicher, dass mir keiner geglaubt hat, dass ich das vorhabe. Erst als ich dann den Leuten erzählt habe, dass ich mich mit einem Guide in Verbindung gesetzt habe, wurden alle hellhörig und haben mich für verrückt erklärt. Ich wurde von jedem gefragt, wieso ich das tue und ob ich keine Angst hätte. Zu dem wieso bin ich eben ja schon gekommen. Ich möchte einfach ein Abenteuer erleben, welches man nicht jeden Tag erlebt und nur die wenigsten je erleben werden. Und zu der Angst: Nein. Ich habe keine Angst. Ich habe Respekt, aber bin vor allem neugierig, was mir dabei hilft, die Gedanken über mögliche Probleme oder Auswirkungen zu verdrängen. Mit diesen Gedanken und der Neugier habe ich dann mit dem Guide recht lange über die Tour gesprochen und wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass eine Private Tagestour durch Tschernobyl für mich am besten sei. Der Vorteil liegt darin, dass ich nicht von mitreisenden beim Fotografieren und filmen gestört werden kann, man sich in dem Gebiet frei bewegen kann. Dementsprechend sollte ich auch in Ecken kommen, die man sonst nicht sehen wird.

 

Der Urlaub

Wie anfangs schon gesagt, beginnt meine Reise Anfang März und endet 6 Tage später. Leider ist es zeitlich nicht möglich, den Urlaub etwas länger zu halten. Aber das sollte reichen. In diesen 6 Tagen habe zwar einiges vor, aber es ist immer noch Urlaub. Da ich freitags abends ankomme, werde ich nicht mehr viel machen, außer essen gehen. Am nächsten Tag werde ich mir dann die Stadt und die Umgebung erkunden uns schonmal erste aufnahmen machen. Der Unterschied zu den bisherigen Urlauben ist, dass ich dieses Mal auch Filmaufnahmen erstellen werde, woraus ich hinterher einen Kurzfilm erstellen möchte. Trotzdem werden die Bilder nicht zu kurz kommen, da die Fotografie weiterhin mein Hauptgebiet bleibt. Ich habe mir sogar extra für die Reise noch ein neues Objektiv mit Festbrennweite geholt (Bilder folgen noch). Neben der Reise nach Tschernobyl werde ich mir zudem Kiel unterirdisch angucken und ebenfalls auf die Suche nach verlassenen Häuser gehen. Wo ich ein wenig Angst vor habe, ist die Sprache und die Schrift, da ich in meinem Leben noch nie mit dieser Kultur in Berührung kam.

 

Meine Ausrüstung

Ich fliege natürlich nicht unvorbereitet nach Kiel, sondern nehme bis auf meine Drohne sämtliches Equipment mit, da mich leider das maximale Gepäck einschränkt. Mit dabei ist aber meine Kamera, ein Teleobjektiv, ein Festbrennweitenobjektiv, meine Actioncam, ein Gimbal, ein Einbeinstativ und ein Dreibeinstativ. Das sollte für 6 Tage reichen, denke ich. Vorher werde ich mir noch eine neue Speicherkarte für meine Kamera kaufen, um keine Speicherplatzprobleme zu bekommen. Ansonsten sollte eigentlich alles ausreichen, da ich auch nicht unbegrenzt viel Ausrüstung durch die Stadt schleppen kann und möchte. Auf mein Equipment werde ich aber ein einem eigenen Beitrag eingehen.

 

Nach der reise wird der Artikel auf jeden Fall erweitert und ich werde meine Erfahrungen mit euch teilen. Bis dahin viel Spaß.

 

Wenn du erfahren möchtest, wie das mit der Fotografie angefangen hat, dann schaue doch hier vorbei.

Für verlassene Gebäude war ich bisher an den verschiedensten Orten. Wenn du dich dafür interessierst, dann gucke hier, hier oder hier.