Wie ich zum Fotografieren kam

Bereits in jungen Jahren habe ich gemerkt, dass mich das Festhalten von Momenten begeistert. Alles hat mit einer analogen Kamera angefangen, die ich damals von meiner Oma geschenkt bekommen habe, da Sie sich eine neue Kamera gekauft hat. Dazu gab es dann noch eine Filmrolle mit 36 freien Negativen (zum Vergleich: auf meine 32GB SD-Karte passen ca. 1200 Bilder drauf). Da ich trotzdem immer schon viel Fotografiert habe, hat so eine Rolle nie so lange gehalten, wie ich mir gewünscht habe. Dann kam irgendwann der erste Urlaub mit der Kamera auf Borkum, wo ich die 36 möglichen Aufnahmen nach kurzer Zeit “verwendet” hatte. Nach dem Urlaub war es dann soweit: Die Negative konnten entwickelt werden.

Zwar war ich für einige tage sehr aufgeregt, weil ich es kaum erwarten konnte, die Bilder zu sehen, aber ich muss sagen, dass sich das Warten gelohnt hat. Die Bilder sind zwar keine Meisterwerke, aber sie haben diesen gewissen Charme, den die alten Analog geschossenen Bilder eben haben. Ich kann es zwar nicht beschreiben, aber es fühlt sich einfach anders an, wenn man nur begrenzt Bilder machen kann und diese danach erst entwickelt werden müssen, wie als wenn man 1000-mal auf den Auslöser drückt und man nach wenigen Minuten direkt alle Bilder auf dem Rechner hat. Klar ist es leichter diese Bilder am Rechner zu bearbeiten, als unter Schwarzlicht, aber es geht auch was verloren. Aber so ist es ja mit allen Dingen aus der alten Analogen Zeit.

 

Meine erste digitale Kamera

Wie es dann aber irgendwann so ist, möchte man sich dann auch mal weiterentwickeln und auf neue Technik setzen. So habe ich mir mit 12 Jahren ca. eine Spiegelreflexkamera aus dem Keller von meinem Papa mitgenommen, da ich wusste, er würde sie sowieso nicht vermissen. Diese war dann auch schon recht fortschrittlich für die damalige Zeit, sodass ich dann schon die Bilder nach der Aufnahme direkt auf einem viel zu kleinem Bildschirm sehen konnte. Trotzdem hat es mir mehr als gereicht, da ich jetzt endlich ein verstellbares Objektiv hatte, was mir mehr Möglichkeiten gab, als nur zu zoomen. In kurzer Zeit lernte ich dann auch mit dieser Kamera zurechtzufinden und ich war immer begeisterter von der Fotografie.

 

Der erste Urlaub mit der neuen Technik

Wieder zwei später stand dann mit meinem Papa und seiner Lebensgefährtin ein Urlaub auf Mallorca (Gallerie) an, wo eines natürlich nicht fehlen durfte: eine Kamera. Aber diesmal war es dann nicht die in die tage gekommene Canon von meinem Papa, sondern die Kamera seiner Lebensgefährtin.  Dabei handelte es sich um eine Kamera von Pentax, von der ich leider nicht mehr die genaue Bezeichnung kenne. Von der Ausstattung war sie allerdings besser als die Kamera von Canon, da im Paket ein Teleobjektiv enthalten war, was ich sehr lieben gelernt habe, da ich mich von nun an nicht mehr meinem Motiv nähern musste, sondern umgekehrt: Ich habe das Motiv einfach mit dem Zoom zu mir geholt.

Das habe ich so sehr genutzt, dass am Ende des Urlaubs mehr als 400 Bilder auf der Speicherkarte vorhanden waren, was zu dem Zeitpunkt schon viel war, da die Speicherkarten damals noch nicht so groß und um einiges teurer waren als heute (Damals 49€ für eine recht gute 32GB SD-Karte, die bis heute noch im Einsatz ist). Auf jeden Fall habe ich in dem Urlaub gemerkt, dass die Fotografie wohl oder übel ein Hobby von mir werden wird.

 

Wie man mir das Lernen lehrte

Mit 15 stand damals dann mein Schülerpraktikum an, welches ich bei einem Hochzeitsfotografen absolvieren durfte. Ich kannte den Fotografen bereits durch Freunde von meinem Papa und als er mich dann fragte, ob ich nicht Lust hätte, das Praktikum bei Ihm zu absolvieren, war ich natürlich hellauf begeistert und habe sofort zugesagt. Und das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, denn er hat mir sehr viel über Kameras gezeigt und erklärt, was mir bis dahin verborgen blieb. Bei Ihm lernte ich auch die Bildbearbeitung mit Photoshop CS6, was eher nicht so gut geklappt hat, da es mich am Anfang stark überfordert hat. Aber aller Anfang ist schwer und deswegen habe ich mich immer weiter drangesetzt und auch nach dem Praktikum fleißig weiter Bilder bearbeitet, bis ich eine gewisse Routine entwickelt hatte.

Diese habe ich dann mit dem Erscheinen von Lightroom zwar wieder verworfen, aber man hat zumindest mal Grundkenntnisse gesammelt, was auch nicht schlecht sein kann. Zudem habe ich mir im Praktikum meine erste eigene Kamera gekauft, die ich bis heute immer noch nutze und auch noch sehr lange nutzen werde, denn diese Kamera hat für mich einen unschätzbaren Wert. Ich habe mir einige Kameras angeguckt und mit Absprache des Fotografen habe ich mir schlussendlich eine Canon EOS 60D gekauft, welche für den Anfang zwar viel zu Mächtig und teuer war, aber da ich wusste, dass es mehr als ein Hobby wird, war es für mich gut investiertes Geld. Ich bereue den Kauf auch bis heute nicht. Ganz im Gegenteil.

 

Was war und was noch kommen wird

Nach dem Praktikum war ich dann auf mich alleine gestellt und so habe ich anfangs nur im Urlaub wirklich viel fotografiert, aber irgendwann merkte ich, dass es zu schade um die Kamera ist. Zum Glück hatte ich neben der Berufsschule sehr viel Zeit um mich der Fotografie zu widmen und mit dem ersten eigenen Auto gab es dann kein Halten mehr. Seitdem fahre ich quer durch Deutschland und bald auch in die Ukraine, um mich voll und ganz meinen Hobby zu widmen. Leider ist es ein sehr teures Hobby, sodass mich meistens das finanzielle bremst, aber wenn ich es dann mal ausführen kann, ist es immer wieder ein schönes Gefühl und vor allem entspannend. Andere Menschen entspannen sich am Strand auf Mallorca und ich entspanne mich, indem ich mit meiner Kamera durch ein verlassenes Haus laufe, oder die Autos von Freunden fotografiere. Denn wenn ich fotografiere, kann ich mich komplett entfalten und meiner Kreativität freien Lauf lassen.

 

Fazit

Zum Schluss kann ich nur noch sagen, dass ich die Fotografie liebe und ich froh bin, dieses Hobby ausführen zu können, denn durch dieses Hobby bin ich auf Locations gestoßen, die ich sonst wahrscheinlich nie gesehen hätte. Deswegen werde ich dieses Hobby auch niemals aufgeben.